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T1 und die koreanische LCK: Zurück auf dem Gipfel?

Fri, 13 Mar 2020 15:46:00 GMT

SK Telecom T1 war einst der Inbegriff des Schreckens europäischer, nordamerikanischer und chinesischer League of Legends-Teams. Die koreanische LCK schien unbesiegbar, wenn es wirklich darauf ankam, abzuliefern. Zwischen 2013 und 2017 ging jeder Titel bei den Worlds ins Mutterland des eSport. Dann folgte 2018 der tiefe Fall. Wie stark sind die LCK und T1 in diesem Jahr einzuschätzen?

Nachdem SK Telecom T1 im Spätherbst 2017 im Finale der Worlds dem koreanischen Mitkonkurrenten Samsung Galaxy unterlag, entschieden sich die Verantwortlichen des Rekordweltmeisters, einen Neuanfang zu unternehmen. Während viele Routiniers den Rückzug antreten mussten, installierte man zahlreiche Neulinge rund um den Starspieler Faker. Das Experiment misslang jedoch auf ganzer Linie: Das erfolgsverwöhnte Team versank im Mittelfeld der LCK und konnte sich nicht für die Weltmeisterschaft 2018 qualifizieren.

Auch die Auflösung des Samsung-Kaders hatte aus koreanischer Sicht fatale Folgen. Neben einem schwächelnden Rekordmeister verschwand ein weiteres Schwergewicht von der Bildfläche. Zwar heuerten einige Starspieler bei Gen.G an, der Glanz vergangener Tage war jedoch verstrichen.

Also folgte Anfang 2019 die Rolle rückwärts: SKT1 präsentierte mit Khan, Clid, Teddy und Mata gleich vier waschechte Hochkaräter, welche an Fakers Seite die Welt zurück erobern sollten. Und der Plan schien aufzugehen. Zwar hatte man mit Griffin einen äußerst starken Konkurrenten in LCK, in den Payoffs setzt sich SK Telecom T1 allerdings jeweils die Krone auf. Der einzige Wermutstropfen: Halbfinal-Niederlagen beim MSI und den Worlds gegen G2 Esports.

Und in diesem Jahr? T1 marschierte vor der Corona-Pause in der LCK von Sieg zu Sieg, zudem machte Gen.G einen ebenso soliden Eindruck. Die fatale Schwächephase der Koreaner dürfte vorüber sein, doch wie steht es um den internationalen Vergleich mit Europa und China? Faker jedenfalls rief bereits vor der Saison Siege beim MSI und den Worlds als seine persönlichen Ziele aus. Völlig unrealistisch scheint dies nicht zu sein, doch die Zeiten, in denen solche Ankündigungen die Konkurrenz aus der LEC und LPL erzittern ließen, sind definitiv vorüber.

Nicolas Schmidt - Chefredakteur

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